Mikrobiom

Das zweite Gehirn verstehen

Symptom-Check

Welche Symptome kennen Sie?

Klicken Sie an, was Sie betrifft. Während Sie wählen, sehen Sie wie Ihre Symptome zusammenhängen — und welcher Mikrobiom-Pfad dahinterstehen könnte.

Ihre Symptome

Mehrfach-Auswahl möglich. Ehrlich anklicken — niemand sieht's außer Ihnen.

Verdauung
Mental & Schlaf
Immunsystem & Haut
Stoffwechsel & Energie

Wählen Sie links Ihre Symptome aus — hier erscheinen die Zusammenhänge.

0
Symptom ausgewählt
DARM MENTAL IMMUN META HIRN
Erkanntes Muster

"Bauchgefühl" ist keine Metapher. Es ist Biologie.

Ihr Darm beherbergt rund 100 Billionen Mikroorganismen — zusammen das Mikrobiom. Diese winzigen Bewohner kommunizieren ununterbrochen mit Ihrem Gehirn. Was im Darm passiert, beeinflusst Ihre Stimmung, Ihren Schlaf, Ihre Kognition — Ihr ganzes Wohlbefinden.

Zahlen, die beeindrucken

100 Bio.
Mikroorganismen im Darm
500 Mio.
Nervenzellen im enterischen Nervensystem
95 %
des Serotonins entstehen im Darm
80 %
Vagus-Signale: Darm → Gehirn
70 %
des Immunsystems sitzen im Darm

Die Darm-Hirn-Achse erkunden

Klicken Sie auf einen Kommunikationsweg — entdecken Sie wie Darm und Gehirn miteinander sprechen.

GEHIRN DARM
Wählen Sie einen Kommunikationsweg, um mehr zu erfahren.

Der Vagusnerv — die Datenautobahn

Der längste Hirnnerv des Körpers verbindet Darm und Gehirn direkt. Signale laufen in Millisekunden hin und her. Von Darmbakterien produzierte Metaboliten aktivieren sensorische Nerven am Vagus, das Signal landet im Hirnstamm und beeinflusst Stimmung, Appetit und sogar Entscheidungen.

80% der Signale: Darm → Gehirn

Neurotransmitter — chemische Botschafter

Was viele nicht wissen: 95% des Serotonins ("Glückshormon") werden im Darm produziert, nicht im Gehirn. Darmbakterien produzieren auch GABA (Entspannung), Dopamin (Motivation) und Vorstufen von Noradrenalin — alles direkt wirksam auf enterische Nerven und das zentrale Nervensystem.

95% Serotonin entsteht im Darm

Immunsystem — die Entzündungsbrücke

70% des Immunsystems sitzen im Darm. Bei gestörter Darmbarriere ("Leaky Gut") gelangen bakterielle Bestandteile (LPS) ins Blut und lösen stille Entzündungen aus. Diese Entzündungssignale erreichen das Gehirn über die Blut-Hirn-Schranke und können Depression, Brain Fog und Müdigkeit begünstigen.

70% des Immunsystems im Darm

Mikrobielle Metaboliten — stille Regulatoren

Kurzkettige Fettsäuren (Butyrat, Propionat, Acetat) entstehen wenn Darmbakterien Ballaststoffe fermentieren. Sie stärken die Darmbarriere, modulieren das Immunsystem und beeinflussen sogar die Blut-Hirn-Schranke. Ohne genug Ballaststoffe: keine Metaboliten, keine Schutzfunktion.

Wichtigster: Butyrat

Diagnostik — verstehen, was fehlt

In 4 Schritten zur Mikrobiom-Analyse

01

Anamnese

Ausführliches Gespräch über Symptome, Ernährung, Medikamente, Lebensstil und Vorerkrankungen.

02

Stuhlprobe

Bequeme Entnahme zu Hause, Einsendung ins Labor. Modernste 16S-rRNA-Sequenzierung.

03

Laboranalyse

Diversitäts-Index, Pathogen-Screening, Pilze, Entzündungsmarker, Darmbarriere-Funktion.

04

Auswertung

Detaillierter Bericht mit individuellen Empfehlungen: Ernährung, Probiotika, Lebensstil.

Was die Analyse zeigt

Bakterien-Diversität

Wie vielfältig ist Ihr Mikrobiom? Höhere Diversität = bessere Gesundheit, Resilienz, mehr Schutz.

Firmicutes/Bacteroidetes Ratio

Verhältnis der Hauptstämme — wichtiger Hinweis auf Stoffwechsel-Typ und Tendenz zu Übergewicht.

Pathogene Keime

Clostridien, Candida, Parasiten — unerwünschte Bewohner die gezielt behandelt werden können.

Entzündungswerte

Calprotectin, Alpha-1-Antitrypsin — stille Entzündungen im Darm die oft jahrelang unentdeckt bleiben.

Therapie — die Balance wiederherstellen

Evidenzbasierte Ansätze für ein gesundes Mikrobiom

Ernährung

  • Ballaststoffreich (30g/Tag): Hafer, Hülsenfrüchte, Gemüse
  • Fermentiertes täglich: Sauerkraut, Kimchi, Kefir, Kombucha
  • Präbiotika: Knoblauch, Zwiebeln, Topinambur, Bananen
  • Polyphenole: Beeren, dunkle Schokolade, grüner Tee
  • Reduziert: Zucker, Ultra-Prozessiertes, Alkohol

Probiotika

  • Lactobacillus-Stämme (L. rhamnosus, L. helveticus)
  • Bifidobacterium-Stämme (B. longum, B. breve)
  • Multi-Stamm-Präparate bevorzugt
  • Psychobiotika bei mentalen Symptomen
  • Individuell nach Test-Ergebnis dosiert

Phytotherapie

  • Hericium (Löwenmähne): NGF-Stimulation
  • Kurkuma: Entzündungshemmung
  • Ingwer: Motilität, Verdauung
  • Pfefferminze: Reizdarm-Linderung
  • Bitterstoffe: Verdauungssäfte anregen

Lebensstil

  • Stressmanagement: Meditation, Atemübungen
  • Schlaf: 7-9 Stunden, regelmäßige Zeiten
  • Bewegung: moderat, regelmäßig
  • Vagusnerv-Stimulation: kalte Duschen, Summen
  • Naturkontakt: Waldbaden, Erdung
Mentales Wohlbefinden beginnt im Bauch. Fermentiertes, Ballaststoffe, die richtigen Bakterienstämme — keine Esoterik, sondern Wissenschaft.
DR. MARIE-JEANNE BRUNNER

Ihr Weg zum gesunden Mikrobiom

In 5 Schritten zur Darm-Hirn-Balance

01

Anamnese

Ausführliches Gespräch über Symptome, Lebensstil, Ernährung.

02

Mikrobiom-Test

Stuhlprobe zu Hause entnehmen, Abgabe in der Ordination.

03

Auswertung

Detaillierte Besprechung der Ergebnisse, individuelle Empfehlungen.

04

Therapie-Start

Ernährungsumstellung, Probiotika, Lebensstil-Anpassungen.

05

Follow-up

Kontrolle nach 8-12 Wochen, Anpassungen bei Bedarf.

Verstehen Sie Ihr Mikrobiom

Vereinbaren Sie einen Termin für eine Mikrobiom-Beratung. Gemeinsam analysieren wir Ihre Darmgesundheit und entwickeln Ihren persönlichen Plan.

Termin vereinbaren